Anforderungen an Verpackungen für Werkstücke aus Metall
Mechanischer Schutz der Werkstücke
Eine zentrale Rolle beim Transport und bei der Lagerung der Werkstücke spielt der Schutz vor mechanischer Verformung, vor allem aber vor Schlägen und Kratzern in der Werkstückoberfläche. Beschädigungen vor der Beschichtung führen zu mangelhaften Ergebnissen, Beschädigungen nach der Beschichtung sind in den meisten Fällen Ausschuss.
Ob zum Eloxieren, Lackieren oder Pulverbeschichten – jede Art der Beschichtung erfordert spezifischen Schutz. Verpackungen aus normalen PP-Stegplatten bieten bereits einen guten Schutz gegen jede mechanische Beschädigung sowohl vor als auch nach dem Beschichtungsvorgang. Für besonders empfindliche Bauteile kann man schaumkaschierte Noppenplatten aus PP verwenden, die nochmals deutlich bessere Dämpfungseigenschaften aufweisen.
Schutz gegen Abrieb
Gerade auf längeren Transportwegen kann auch Abrieb oder unerwünschte Blankpolitur durch konstantes Scheuern ein Problem darstellen. Gerade bei aufwendig behandelten Oberflächen sind solche Schäden ärgerlich und teuer.
Bereits die normalen Stegplatten sind im Vergleich zu anderen Materialien wesentlich glatter. Sie bieten gegenüber Papierwerkstoffen oder Holz deutliche Vorteile.
Für besonders reibungsempfindliche Oberflächen empfiehlt sich der Einsatz einer mit TNT-Vlies beschichteten Noppenplatte, die besonders oberflächenschonend ist.
Staub- und ölfreie Verpackung
Sowohl für den Versand als auch für den Transport und die Lagerung von Werkstücken ist es wichtig, dass die Verpackungen keinen Staub abgeben und dass kein Öl oder Fett auf die verpackten Metallteile gelangt.
PP-Platten sondern im Gegensatz zu Papierwerkstoffen keine Fasern und keinen Staub ab. Bei der Fertigung der Verpackungen kommen diese nicht mit Öl oder Fett in Berührung, so dass die Verpackungen sogar reinraumfähig sind. Zum Schutz der Werkstücke vor Verunreinigungen können die Verpackungen mit dicht schließenden Deckeln versehen werden.
Rück- oder Weiterversendbarkeit
Gerade bei individuell für das jeweilige Bauteil geplanten und angefertigten Verpackungen ist es oft effektiver, wenn Eloxierbetriebe, Lackierer oder andere Veredler die Verpackung des ursprünglichen Herstellers zum Rückversand oder Weitertransport nutzen. Das sichert im gesamten Prozess eine geringere Ausschussquote und spart Verpackungsmüll.
Verpackungen aus PP-Stegplatten können so gestaltet werden, dass sie für den Pendelversand zwischen Firmen geeignet sind. Dazu können die Verpackungen mit einer Dokumententasche ausgestattet werden, die einen Versand ohne Aufkleber ermöglicht. Zusätzlich können bei wertvollen oder vertraulichen Werkstücken Sicherheitssiegel angebracht werden, die ein unbefugtes Öffnen der Verpackung zuverlässig anzeigen.
Effektives Ein- und Auspacken
Gerade innerhalb von Produktionsprozessen bei Metallteilen ist es wichtig, dass die Verpackung zum Prozess passt. Ob bei händischer oder automatischer Beschickung – sorgfältig geplante und im realen Betrieb getestete und optimierte Verpackungen können die Abläufe sehr viel effektiver machen.
Maßgeschneiderte Verpackungen für Metallteile können Prozesse deutlich effektiver machen. Bereits bei der Konzeption und Entwicklung der Verpackung können Handling-Aspekte berücksichtigt werden. Ob passend angebrachte Grifflöcher in Zwischenlagen, Grifflaschen an einem Gitterfacheinsatz oder angepasste Materialwahl – mit detailliert geplanten und angepassten Verpackungen lassen sich Metallteile oft schneller und leichter verpacken. Vor der Serienproduktion können mit Einzelanfertigungen oder einer Kleinserie Details optimiert werden, die die Abläufe mit dem Serienprodukt dann nochmals deutlich effizienter machen.